"Wir vermissen dich!": Giacomel gewinnt für Bakken
Tommaso Giacomel kämpfte ganz oben auf dem Podest mit den Tränen. "Worte können nicht beschreiben, wie wir uns heute fühlen. Du wärst nicht nur auf mich, sondern auf alle hier wirklich stolz", schrieb der italienische Sprintsieger von Oberhof bei Instagram in Richtung seines verstorbenen Kumpels Sivert Guttorm Bakken: "Wir vermissen dich!"
Der Auftakt des Biathlon-Weltcups im Thüringer Wald war hochemotional. Im ersten Rennen nach dem Tod des Norwegers, der am 23. Dezember in seinem Hotelzimmer während eines Trainingslagers in Lavazè in Südtirol aufgefunden worden war, wurde die Startnummer "1" nicht vergeben. Mit einer Minute des Applauses gedachten Athleten, Trainer und Fans Bakken, wie Giacomel hatten viele feuchte Augen.
"Ich fand es sehr angemessen, auch die Minute des Applauses. Es ist eine sehr traurige Geschichte", sagte DSV-Sportdirektor Felix Bitterling in der ARD: "Er war ein sehr außergewöhnlicher Sportler und auch ein sehr außergewöhnlicher Mensch, hatte für jeden ein offenes Ohr. Er wird fehlen."
Es sei "richtig komisch heute. Es ist einer meiner besten Tagen beim Biathlon, aber gleichzeitig ist es einer der schlechtesten, weil Sivert nicht mehr hier ist", sagte Giacomel, der sich im Rennen über zehn Kilometer vor Philipp Nawrath durchgesetzt hatte: "Das macht mich extrem traurig."
Und so schickte der Italiener immer wieder Grüße gen Himmel an seinen norwegischen Freund. "Wir sind mit deinem Geist gefahren", schrieb Giacomel, der Bakken den Sieg widmete, "und haben alles gegeben, was wir konnten."
K.Radomski--GL