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Einkommensteuer: Unions-Politiker wollen über Haushaltskürzung höhere Entlastung
Finanzpolitiker der Union wollen über Ausgabenkürzungen im Bundeshaushalt eine höhere Entlastung bei der Einkommensteuerreform ermöglichen. "Wir werden wirklich alles nochmal auf den Prüfstand stellen", sagte der finanzpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Fritz Güntzler (CDU), am Donnerstag im Deutschlandfunk. Es müsse im Haushalt geprüft werden, "ob es nicht doch Spielräume gibt, die man nutzen kann".
Datensatz für KI-Training: Bundesgerichtshof prüft Nutzung von Foto
Um zu lernen, braucht Künstliche Intelligenz (KI) riesige Mengen an Daten. Ob dabei Rechte von Urhebern verletzt werden können, wurde am Donnerstag erstmals vom Bundesgerichtshof (BGH) geprüft. In Karlsruhe verhandelte er über die Klage eines Fotografen gegen einen gemeinnützigen Verein, der solche Daten zu Forschungszwecken kostenlos zur Verfügung stellt. (Az. I ZR 281/25)
Benzinpreis steigt auf neues Allzeithoch
Der Benzinpreis an den deutschen Tankstellen hat ein neues Allzeithoch erreicht. Der Liter Super E10 kostete am Mittwoch im bundesweiten Tagesdurchschnitt 2,215 Euro, wie der ADAC in München am Donnerstag mitteilte. Damit wurde der bisherige Höchstpreis von März 2022 übertroffen.
E-Auto-Trend setzt sich fort: Anteil an Neuzulassungen steigt über 32 Prozent
Fast jedes dritte neu zugelassene Auto in Deutschland ist im August ein reiner Elektro-Pkw gewesen. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Donnerstag in Flensburg mitteilte, legten die Neuzulassungen von E-Autos (BEV) im Vergleich zum Vorjahresmonat um 75,1 Prozent auf 68.930 Pkw zu. Gemessen an allen Neuzulassungen entspricht dies einem Anteil von 32,4 Prozent.
Super E10 erreicht nach neuer Eskalation im Irankrieg nominalen Preisrekord
Der bundesweite Tagesdurchschnitt für Super E10 ist auf 2,215 Euro je Liter gestiegen und hat damit den bisherigen nominalen Rekord aus dem Jahr 2022 übertroffen.
Weniger Jugendliche trinken Alkohol - Rauschtrinken bei Männern weiter verbreitet
Immer weniger Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland trinken Alkohol. Bei jungen Männern bleibt das Rauschtrinken allerdings weiterhin auf einem hohen Niveau, während bei jungen Frauen ein Rückgang exzessiven Trinkens zu beobachten ist, wie das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit am Donnerstag in Köln mitteilte.
Weitere Wirtschaftsinstitute heben Wachstumsprognose für 2026 deutlich
Die Konjunktur zieht wieder an: Weitere Wirtschaftsinstitute haben ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr deutlich nach oben korrigiert. Das Kiel Institut (IfW) und das Leibniz-Institut aus Essen (RWI) erwarten nun eine Zunahme der Wirtschaftsleistung um 1,3 Prozent, das Münchener Ifo-Institut sogar um 1,4 Prozent, wie sie am Donnerstag mitteilten. Im Vergleich zur vorherigen Prognose hoben die Institute ihre Erwartungen damit um 0,5 bis 0,6 Prozentpunkte an.
Einkommensteuer: Unions-Politiker wollen durch Haushaltskürzung höhere Entlastung
Finanzpolitiker der Union wollen durch Ausgabenkürzungen im Bundeshaushalt eine höhere Entlastung durch die Einkommensteuerreform erreichen. "Wir werden wirklich alles nochmal auf den Prüfstand stellen", sagte der finanzpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Fritz Güntzler (CDU), am Donnerstag im Deutschlandfunk. Es müsse im Haushalt geprüft werden, "ob es nicht doch Spielräume gibt, die man nutzen kann".
"SZ": Freier Platz im VW-Aufsichtsrat wird kurzfristig besetzt
Vor der Aufsichtsratssitzung bei Volkswagen soll der freie Platz in dem Gremium laut Bericht der "Süddeutschen Zeitung" wieder besetzt werden: Das Amtsgericht Braunschweig solle Marianne Heiß kurzfristig zur neuen Aufsichtsrätin bestellen, berichtete die Zeitung am Donnerstag. Seit dem überraschenden Abgang von Susanne Wiegand Mitte Juni saßen den zehn Vertretern der Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat nur neun Vertreter der Kapitalseite gegenüber.
Positive Sondereffekte durch Iran-Krieg: Chemieindustrie deutlich im Plus
Die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie hat im zweiten Quartal zumindest kurzfristig von den Folgen des Iran-Kriegs profitiert. "In den vergangenen Monaten stockten viele Unternehmen angesichts des Nahostkonflikts ihre Lager auf", erklärte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Donnerstag. "Zudem verursachte der Konflikt zeitweise schwere Lieferkettenprobleme bei der Konkurrenz aus Asien und dem Nahen Osten - zum Vorteil einiger deutscher und europäischer Hersteller."
Speicherbetreiber fordern Vergünstigungen für mehr Gaseinspeicherung
Die Betreiber von Gasspeichern in Deutschland haben Vergünstigungen für ihr Geschäft gefordert, um die Speicherstände zu erhöhen. "Die aktuellen Marktbedingungen setzen keine ausreichenden wirtschaftlichen Anreize für die Gasspeicherbefüllung", erkärte die Initiative Energien Speichern (Ines) am Donnerstag. Kurzfristig könnten daher die Konvertierungsumlage und die Netzentgelte an Speicheranschlusspunkten abgeschafft werden.
US-Energieminister Wright weist Vorwürfe nach Öl-Abkommen mit Venezuela zurück
Nach der umstrittenen Vereinbarung der USA mit Venezuela über den Zugang zu dessen Öl-Vorräten hat Energieminister Chris Wright Vorwürfe zurückgewiesen, Washington würde das Öl des südamerikanischen Landes "stehlen". "Das stimmt natürlich überhaupt nicht", sagte Wright am Mittwoch vor Journalisten am Flughafen von Caracas. Er fügte hinzu: "Tatsächlich gehört das Öl in Venezuela dem venezolanischen Volk."
Bundesgerichtshof verhandelt über Nutzung von Foto für KI-Training
Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe verhandelt am Donnerstag (09.00 Uhr) über die Frage, ob ein Foto für das Training von Künstlicher Intelligenz (KI) genutzt werden darf. Ein Fotograf klagte gegen eine gemeinnützige Organisation, die kostenlos Milliarden von Datensätzen für KI-Training zur Verfügung stellt. Dazu lud sie vorübergehend öffentlich zugängliche Vorschaubilder herunter, auch eins von einem Foto des Klägers. (Az. I ZR 281/25)
Studie: Reale CO2-Bilanz von Plugin-Hybriden wird immer schlechter
Plugin-Hybrid-Autos stoßen im realen Verkehr deutlich mehr CO2 aus, als von den Herstellern angegeben wird - und die Lücke wird einer Studie zufolge immer größer. Bei Autos, die 2021 zugelassen wurden, sind die realen Emissionen im Schnitt 3,5-mal höher als angegeben, wie die Organisation International Council on Clean Transportation (ICCT) am Donnerstag mitteilte. Bei 2023 zugelassenen Wagen stieg die Lücke auf das 4,6-Fache.
Venezuela unterzeichnet milliardenschwere Verträge mit Chevron, ENI und GE Vernova
Im Beisein von US-Energieminister Chris Wright haben die Ölkonzerne Chevron und ENI sowie das Energieunternehmen GE Vernova milliardenschwere Verträge mit Venezuela unterzeichnet. Die Verträge lösten Investitionen im zweistelligen Milliardenbereich aus und seien "entscheidend, um den Prozess des Friedens, der Chancen und des Wohlstands" für die Venezolaner in Gang zu setzen, sagte Wright am Mittwoch in Caracas an der Seite der venezolanischen Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez.
US-Richterin verhindert Abspaltung der Google-Werbeplattform
Die US-Regierung hatte aus Wettbewerbsgründen die Abspaltung der Google-Werbeplattform Ad Manager verlangt, eine Bundesrichterin hat dies aber nun verhindert. Die Richterin Leonie Brinkema erklärte am Mittwoch, stattdessen solle es strengere Auflagen für Google geben. Sie räumte dem Konzern und der Regierung eine Frist von 30 Tagen ein, um sich zu einigen.
Uber streicht weltweit jede zehnte Stelle und stellt Betrieb in Nigeria und Uganda ein
Der Fahrdienstleister Uber reduziert die Zahl seiner Mitarbeiter weltweit um rund zehn Prozent. Die Stellenstreichungen seien Teil einer "umfassenden organisatorischen Veränderung", erklärte Uber-Chef Dara Khosrowshahi am Mittwoch in einer Mitteilung an die Belegschaft.
USA: Goldener Trump-Dollar kommt in Umlauf
In den USA kommt ein goldener Trump-Dollar in Umlauf. Die nationale Prägeanstalt teilte am Mittwoch im Onlinedienst X mit, sie gebe die Münze nun aus. Eine Rolle mit 25 Trump-Dollars kostet laut der Website der Münzanstalt 61 Dollar (rund 53 Euro). Ein Beutel mit 100 Trump-Goldstücken schlägt mit 154,50 Dollar zu Buche, ist also pro Münze günstiger.
US-Ölriese Chevron will Ölförderung in Venezuela verdoppeln
Der US-Energiekonzern Chevron hat eine deutliche Ausweitung seiner Ölförderung in Venezuela angekündigt. Mit dem südamerikanischen Land sei ein Vertrag im Wert von sieben Milliarden Dollar (rund sechs Milliarden Euro) über die Erschließung von zwei weiteren Ölfeldern im Orinoco-Gürtel geschlossen worden, teilte Chevron am Mittwoch mit. Innerhalb von fünf Jahren soll dies demnach eine Verdopplung der derzeitigen Fördermenge ermöglichen.
Niederlande verlagern 86 Tonnen ihrer Goldreserven aus USA und Kanada nach London
Die niederländische Zentralbank DNB hat nach eigenen Angaben 86 Tonnen ihres Goldbestands aus den USA und Kanada nach London verlagert. "Angesichts zunehmender politischer Unruhen verstärkt die DNB ihre Krisenvorsorge", erklärte die Bank am Mittwoch. In London gelagerte Goldreserven könnten einfacher gehandelt werden als die in New York oder Kanada. "Dadurch kann die DNB das Gold in einer Krisensituation am schnellsten einsetzen", fuhr die Bank fort.
Reiche stimmt Reform der Einkommensteuer im Kabinett zu - der Ärger der SPD bleibt
Die Bundesregierung hat die umstrittenen Pläne für die Einkommensteuerreform beschlossen. Das Kabinett billigte am Mittwoch einen Gesetzentwurf von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) für eine Entlastung um zehn Milliarden Euro, die vor allem Familien und kleinen und mittleren Einkommen zugute kommen soll. Verärgert zeigten sich der Finanzminister und seine SPD weiter über Kritik aus dem Haus von CDU-Wirtschaftsministerin Katharina Reiche an dem in der Koalition vor Monaten vereinbarten Vorhaben.
EU-Kommission genehmigt Reiches Pläne für neue Gaskraftwerke
Die Bundesregierung darf in den kommenden Jahren den Bau neuer Gaskraftwerke fördern. Die EU-Kommission genehmigte am Mittwoch in Brüssel die Pläne von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), die in diesem Jahr mehrere neue Anlagen ausschreiben will. Die Vergabe soll noch in diesem Monat beginnen.
Erntebilanz: Agrarminister Rainer sieht "massive Krise von nationaler Tragweite"
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) sieht angesichts der von Dürre und weiteren Problemen beeinträchtigten landwirtschaftlichen Betriebe eine "massive Krise von nationaler Tragweite". Die diesjährige Ernte sei für viele Landwirtschaftsfamilien eine "herbe Enttäuschung", sagte Rainer am Mittwoch bei der Vorstellung des Ernteberichts seines Ministeriums. Den Bauern stellte er finanzielle Hilfen in Aussicht.
Studie: KI-Chatbots können Sanktionen gegen russische Medien umgehen
Zahlreiche KI-Chatbots wie ChatGPT oder Gemini können einem Bericht zufolge EU-Sanktionen gegen russische Medien umgehen und ermöglichen Zugang zu deren Inhalten. Wenn die Chatbots einen entsprechenden Auftrag bekämen, führten sie diesen aus ohne geltende Verbreitungsverbote zu berücksichtigen, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der Organisation Reporter ohne Grenzen. So könnten sich Nutzer etwa Inhalte von Medien wie "Russia Today" oder "Sputnik" anzeigen lassen, die in der EU verboten sind. Die EU-Sanktionen umfassen dabei ausdrücklich auch Onlineinhalte.
Umfrage: Zwei von drei Deutschen offen für Rechenzentrum am eigenen Wohnort
Die deutsche Bevölkerung steht neuen Rechenzentren einer Umfrage zufolge deutlich offener gegenüber, als es Debatten über den Stromverbrauch der Anlagen oder Proteste insbesondere in den USA vermuten lassen. Wie der Digitalverband Bitkom am Mittwoch mitteilte, würden zwei Drittel der Deutschen (66 Prozent) einem neuen Rechenzentrum am eigenen Wohnort positiv gegenüberstehen. Lediglich 25 Prozent würden einen Neubau hingegen negativ sehen.
IG Metall weist Bericht über beschlossenes Aus von VW-Werken zurück
Die Gewerkschaft IG Metall hat einen Medienbericht, wonach der VW-Vorstand das Aus von vier Werken in Deutschland bereits beschlossen hat, scharf zurückgewiesen. "Alles Unsinn, Unfug, Kokolores", erklärte die Gewerkschaft am Mittwoch. Für derartige Entscheidungen brauche es stets die Zustimmung des Aufsichtsrats.
Deutsche Wirtschaft widerstandsfähiger als erwartet: DIW hebt Wachstumsprognose an
Wegen des unerwartet kräftigen Außenhandels rechnet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) mit einem deutlich robusteren Wachstum als bislang angenommen. "Die deutsche Wirtschaft hat sich im laufenden Jahr widerstandsfähiger gezeigt als noch im Frühsommer erwartet", erklärte das DIW am Mittwoch in Berlin. Demnach wird für 2026 nun ein Wachstum von 1,2 Prozent prognostiziert - noch im Juni hatte das Institut seine Vorhersage auf 0,5 Prozent heruntergeschraubt.
Studie: KI-Chatbots können Sanktionen russischer Medien umgehen
Zahlreiche KI-Chatbots wie ChatGPT oder Gemini können einem Bericht zufolge EU-Sanktionen gegen russische Medien umgehen und ermöglichen Zugang zu deren Inhalten. Wenn die Chatbots einen entsprechenden Auftrag bekämen, führten sie diesen aus, ohne geltende Verbreitungsverbote zu berücksichtigen, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der Organisation Reporter ohne Grenzen. So könnten sich Nutzer etwa Inhalte von Medien wie "Russia Today" oder "Sputnik" anzeigen lassen, die in der EU verboten sind. Die EU-Sanktionen umfassen dabei ausdrücklich auch Onlineinhalte.
Regierung beschließt Reform der Einkommensteuer
Das Bundeskabinett hat am Mittwoch die von der Regierung geplante Einkommensteuerreform auf den Weg gebracht. Das Entlastungsvolumen beträgt nach den Worten von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) rund zehn Milliarden Euro, der Schwerpunkt liege bei der Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen sowie von Familien. "Wir entlasten Familien mit Kindern. Wir sorgen dafür, dass am Ende des Monats etwas mehr zum Leben übrigbleibt", betonte Klingbeil.
"Gift für die Wirtschaft": Deutsche-Bank-Chef Sewing warnt vor AfD-Regierung
Der Chef der Deutschen Bank, Christian Sewing, hat nachdrücklich vor einer AfD-Regierung nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gewarnt. "Wenn es dazu kommen sollte, würde das bedeuten, dass sich internationale Investoren von Deutschland abwenden", sagte Sewing am Mittwoch beim "Handelsblatt"-Banken-Gipfel in Frankfurt. Das Programm der Rechtspopulisten mit einem Austritt aus dem Euro sei "Gift für die deutsche Wirtschaft".
Verband: So viele Vereine in Deutschland wie noch nie
Die Zahl der registrierten Vereine in Deutschland ist so hoch wie nie. Im März war eine Rekordzahl von 628.992 Vereinen eingetragen, wie der Stifterverband am Mittwoch in Berlin mitteilte. Im Jahr 2024 waren demnach 13.534 Vereine neu eingetragen worden - so viele wie seit zehn Jahren nicht. Da die Zahl der Löschungen nicht in diesem Maß stieg, wuchs die Zahl der Vereine wieder schneller.
Auch wegen Zukunftssorgen: Junge Menschen wünschen sich weniger Kinder
Der Kinderwunsch junger Menschen in Deutschland ist einer Untersuchung zufolge erstmals seit Jahren zurückgegangen. Wie das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BIB) in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte, wünschen sich Frauen zwischen 18 und 39 Jahren im Schnitt rund 1,7 Kinder, Männer etwa 1,6 Kinder. Zugleich liegt der Kinderwunsch weiterhin deutlich über der tatsächlichen Geburtenrate.