Anschläge auf Umspannwerke: Polizei rückt zu Einsatz nahe Hambacher Forst aus
Bei der Fahndung wegen der Sabotageversuche an der Stromversorgung ist die Polizei am Sonntag zu einem Einsatz in der Umgebung des Hambacher Forsts in Nordrhein-Westfalen ausgerückt. Der Einsatz fand in der Nähe des Parkplatzes statt, auf dem am Freitag das Wohnmobil des Tatverdächtigen gefunden worden war, wie ein Kölner Polizeisprecher sagte. Zuvor hatte die Brandenburger Polizei mitgeteilt, dass der 48-Jährige mit einem Fahrrad unterwegs sein könnte.
Sie veröffentlichte Fahndungsfotos des Tatverdächtigen. Er soll sich in Schreiben zu den Anschlägen auf Umspannwerke in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen bekannt haben. Der Verdächtige begründete die Anschläge nach Angaben von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) mit Kritik an der Energieerzeugung mit fossilen Brennstoffen.
Am Dienstag waren Anschläge auf Umspannwerke bei Jänschwalde in Brandenburg und Bergheim in Nordrhein-Westfalen verübt worden. Dabei wurde mit pyrotechnischen Geschossen leitfähiges Material in Hochspannungsleitungen geschossen, um Kurzschlüsse zu verursachen. Weitere verdächtige Vorrichtungen wurden später in Dormagen und Weisweiler entdeckt. Am Freitag wurden auch in Sachsen Sprengvorrichtungen in der Nähe von zwei Umspannwerken gefunden.
H.Szczepanski--GL