Hochrechnungen: AfD in Mecklenburg-Vorpommern knapp vor SPD - CDU muss zittern
Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern ist die AfD von Ministerpräsidentenkandidat Leif-Erik Holm laut ersten Hochrechnungen vor der regierenden SPD ins Ziel gegangen. Den Hochrechnungen für ARD und ZDF zufolge kam die AfD bei dem Urnengang vom Sonntag auf 37,1 bis 37,8 Prozent, während die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig 35,6 bis 36,3 Prozent erreichte. Die CDU fuhr große Verluste ein und kratze an der Fünfprozenthürde.
Die mitregierende Linke büßte demnach mit 6,2 bis 7,4 Prozent im Vergleich zur Wahl von 2021 an Zustimmung ein. Die CDU stürzte dramatisch auf 5,1 bis 5,4 Prozent ab und musste um den Wiedereinzug in den Schweriner Landtag bangen.
Auch der Wiedereinzug der Grünen war mit 5,5 Prozent nicht sicher. Die FDP schied mit 1,0 bis 1,1 Prozent aus dem Landesparlament aus. Das BSW wurde bei 4,8 bis 5,0 Prozent gesehen und musste damit ebenfalls um den Einzug in das Landesparlament zittern.
Den Prognosen zufolge kann je nach Einzug kleinerer Parteien die AfD mit 27 bis 30 Mandaten im neuen Landtag rechnen, während auf die SPD 26 bis 28 Sitze entfallen. Die Linke kommt auf fünf bis sechs Mandate vor CDU, Grünen und BSW mit je vier Sitzen.
Die Koalitionsoptionen waren damit noch weitgehend unklar. Die Wahlbeteiligung lag laut ZDF bei 75,5 Prozent - nach 70,8 Prozent im Jahr 2021.
E.Dudek--GL