Handball: Magdeburg patzt gegen Melsungen
Handball-Meister SC Magdeburg ist als erste Mannschaft des zuvor makellosen Bundesliga-Spitzentrios gehörig ins Stolpern geraten. Nach einer missratenen ersten Halbzeit unterlag das Team von Cheftrainer Bennet Wiegert am Sonntagabend beim European-League-Sieger MT Melsungen mit 34:37 (14:19), durch die erste Pflichtspielniederlage der Saison rutschte die Mannschaft auf Tabellenplatz vier ab (8:2 Punkte).
Zuvor war der Titelverteidiger noch im Gleichschritt mit den beiden Spitzenklubs aus dem Norden marschiert, anders als Magdeburg konnte die SG Flensburg-Handewitt zeitgleich aber auch ihr fünftes Saisonspiel gegen den HC Hamburg mit 37:34 (19:16) gewinnen. Rekordmeister THW Kiel siegte bereits am Vortag (beide 10:0 Punkte), musste die Tabellenspitze aufgrund der schlechteren Tordifferenz aber wieder an den Rivalen abgeben.
In Kassel leisteten sich die Magdeburger, als einziger deutscher Vertreter noch ungeschlagen in der Champions League, in einer kuriosen ersten Halbzeit ungewöhnliche Aussetzer. Bis zu sieben Tore gerieten die Gäste in Rückstand, offensiv gelang nicht viel - lediglich auf Felix Claar war Verlass, sieben Tore steuerte der Schwede in Halbzeit eins bei. Nach der Pause wurde es gegen furiose Melsunger nicht besser, gegen die Angriffsvariabilität der Gastgeber fand der SCM kaum eine Lösung.
Die Füchse Berlin feierten derweil den dritten Sieg in Folge und schoben sich so in der Tabelle an Magdeburg vorbei. In der Neuauflage des diesjährigen Pokalfinales beim noch punktlosen Schlusslicht Bergischer HC setzten sich die Gäste mit 37:26 (15:9) durch. Bester Werfer für das Team von Cheftrainer Nicolej Krickau war der dänische Welthandballer Mathias Gidsel mit elf Treffern.
Am Nachmittag wurden die Füchse in der Düsseldorfer Mitsubishi Electric Halle kaum vor Probleme gestellt. Der Bergische HC, für das Highlightspiel von seiner Spielstätte in Wuppertal extra in die deutlich größere Halle umgezogen, konnte nur in den ersten zwanzig Minuten mithalten.
F.Jablonski--GL