Medien: FIFA strebt nach "Fall Balogun" Regeländerung an
Nach dem "Fall Balogun" und den daraus entstandenen Vorwürfen gegen Gianni Infantino will der Fußball-Weltverband FIFA offenbar seine Regularien zur Verhängung von Sperren ändern. Wie ESPN und The Athletic berichten, stehe das Vorhaben auf der Agenda der Sitzung des FIFA-Councils am Donnerstag in Zürich. The Athletic liege ein Dokument vor, das den konkreten Vorschlag behandelt, schrieb das US-Medium.
Daraus gehe hervor, dass die FIFA anstrebt, die automatischen Sperren für ein Spiel nach einem Platzverweis abzuschaffen. Dies sei notwendig, "um Stabilität und Vorhersehbarkeit hinsichtlich der Spielberechtigung der Spieler zu gewährleisten und damit die Integrität der Wettbewerbe zu schützen", heißt es in dem Dokument. Auch wenn der Vorschlag auf Zustimmung stoßen könnte, sei er den Mitgliedern des Councils, dem auch DFB-Präsident Bernd Neuendorf angehört, erst relativ kurzfristig am Dienstagabend vorgelegt worden.
Auslöser für die angestrebte Überarbeitung war die Rote Karte gegen den US-Amerikaner Folarin Balogun bei der Weltmeisterschaft im Sommer. Nach dessen Platzverweis hatte US-Präsident Donald Trump, ein enger Freund von FIFA-Chef Infantino, diesen angerufen und persönlich um eine Prüfung der Sperre gebeten. Kurz darauf setzte die FIFA die Sperre aus, Infantino beteuert seit jeher, er habe nichts mit der Entscheidung zu tun gehabt. Die Entscheidung habe die Disziplinarkommission getroffen.
K.Wojcik--GL