Bahnrad-WM: Grabosch auf Goldkurs - Klein fährt um Bronze
Sprinterin Pauline Grabosch greift bei der Bahnrad-WM in Shanghai nach der Goldmedaille, Lisa Klein fährt um Bronze. Die Magdeburgerin Grabosch setzte am vorletzten Wettkampftag in der Qualifikation im Zeitfahren über die 1000 m in 1:03,804 Minuten die klare Bestzeit. Der Saarbrückerin Klein gelang in der Einerverfolgung der Sprung ins kleine Finale.
Die Tokio-Olympiasiegerin in der Mannschaftsverfolgung legte in 4:30,979 Minuten die viertbeste Zeit der Qualifikation hin. Klein, die mit dem Vierer bereits Bronze geholt hatte, trifft nun ab 13.59 Uhr MEZ (Eurosport und ZDF) auf die Italienerin Martina Alzini (4:30,619).
Fast zweieinhalb Stunden vorher fährt Grabosch im Finale (ab 11.35 Uhr) um ihre zweite WM-Einzelmedaille nach Sprint-Bronze 2018 in Apeldoorn. Die 28-Jährige, fünfmalige Weltmeisterin und Olympia-Dritte im Teamsprint, war über sieben Zehntel schneller als die niederländische Titelverteidigerin Hetty van de Wouw (1:04,573). Platz drei ging an die Russin Jana Burlakowa (1:04,607).
Clara Schneider, die mit Grabosch und Lea Sophie Friedrich am ersten Tag in China die Bronzemedaille im Teamsprint geholt hatte, wurde zum Auftakt der nicht-olympischen Disziplin 13. (1:07,702).
Im Sprint der Männer gelang Henric Hackmann eine faustdicke Überraschung. Der 23-Jährige schaltete im Achtelfinale den viermaligen Sprint-Weltmeister Jeffrey Hoogland aus den Niederlanden aus. In der Runde der letzten acht (ab 12.01 Uhr) trifft der junge Deutsche im Best-of-three-Modus auf Nicholas Paul aus Trinidad und Tobago.
Insgesamt stehen die deutschen Bahnrad-Asse bislang bei drei Medaillen. Neben Bronze für Teamsprinterinnen und Frauen-Vierer war Maximilian Dörnbach im Keirin überraschend zu Silber gerast.
Q.Sikora--GL