Online-Riese Shein geht am 1. September in Hongkong an die Börse
Der weltweit tätige Online-Versandhändler Shein geht am 1. September in Hongkong an die Börse. Das Unternehmen mit Sitz in Singapur will 280 Millionen Aktien anbieten und damit bis zu 13,86 Milliarden Hongkong-Dollar (knapp 1,5 Milliarden Euro) einnehmen, wie der Konzern am Montag in einer Mitteilung an die Börse erklärte.
Die Aktien sollen zu einem Preis zwischen 47,60 und 49,50 Hongkong-Dollar angeboten werden. Der endgültige Betrag soll am 31. August bekannt gegeben werden.
Die chinesische Marktaufsichtsbehörde CSRC hatte im Juli den Shein-Börsengang in Hongkong genehmigt. Shein hatte in der Vergangenheit erwogen, in New York oder London an die Börse zu gehen.
Das Unternehmen wurde 2012 in China gegründet und hat seinen Sitz seit 2021 in Singapur. Der Online-Händler ist mit seinem Geschäftsmodell, Kleidung und andere Waren billig zu produzieren und zu Schnäppchenpreisen direkt zu vertreiben, weltweit erfolgreich. Die Kritik an Shein ist jedoch groß. Die Vorwürfe reichen von systematischem Plagiieren über eine schlechte Umweltbilanz bis hin zu Zwangsarbeit. Die meisten von Sheins Fabriken sind in China angesiedelt.
Shein verkauft seine Produkte in mehr als 150 Länder. In Europa hat Shein etwa 130 Millionen Nutzerinnen und Nutzer.
K.Pawlak--GL