Tarifeinigung bei Lufthansa City Airlines
Die Gewerkschaft Verdi hat sich mit der Fluglinie Lufthansa City Airlines auf einen Tarifvertrag zur betrieblichen Altersvorsorge für das Cockpit- und Kabinenpersonal geeinigt. Die Vereinbarung sehe vor, dass die Airline für alle Cockpit- und Kabinen-Beschäftigten eine "rein arbeitgeberseitig finanzierte" betriebliche Altersvorsorge über eine Unterstützungskasse anbiete, erklärte die Gewerkschaft Verdi am Donnerstag. In diese Kasse zahle die Fluglinie "zusätzlich zum regulären Gehalt monatlich fünf Prozent des individuellen Einkommens".
Überdies sollen die Beschäftigten laut Verdi unter zwei Optionen wählen können: "Dem fliegenden Personal wird die Wahlmöglichkeit eingeräumt, entweder an der betrieblichen Altersvorsorge teilzunehmen oder alternativ das eigene Bruttoeinkommen inklusive Sozialversicherungsbeiträge per monatlicher Zulage um fünf Prozent zu erhöhen", erklärte die Gewerkschaft. Das sei ein "Novum" innerhalb der Lufthansa Group. Es würden "individuell zugeschnittene Lösungen für die Beschäftigten" geschaffen, erklärte Verdi-Verhandlungsführer Marvin Reschinsky.
Lufthansa erklärte, das Unternehmen freue sich über die Einigung mit Verdi. Der Konzern sprach von einer "bedarfsgerechten und innovativen Lösung, die den individuellen Lebenssituationen der Mitarbeitenden Rechnung trägt".
Verdi verhandelt nach eigenen Angaben derzeit auch über eine betriebliche Altersvorsorge für Cockpit- und Kabinenpersonal bei einer weiteren Fluggesellschaft der Lufthansa-Gruppe - Discover Airlines. In diesem Fall sei das bisherige Angebot der Arbeitgeber aber unzureichend, erklärte die Gewerkschaft.
K.Pawlak--GL