Pete Hegseth im Fokus: Droht dem US-Kriegsminister das Amtsenthebungsverfahren?
Mit dem Verlust beider Kongresskammern durch die Republikaner hat sich die politische Lage im Weißen Haus verschärft. Kriegsminister Pete Hegseth gilt nun als möglicher Sündenbock, während die Demokraten ihre neue Mehrheit nutzen, um Druck aufzubauen.
Washington – Die Midterm-Wahlen haben die politische Machtbalance im Weißen Haus deutlich verändert. Nachdem die Republikaner sowohl den Senat als auch das Repräsentantenhaus an die Demokraten verloren haben, steht Präsident Donald Trump vor einer geschwächten Position. In diesem Umfeld rückt Kriegsminister Pete Hegseth zunehmend in den Fokus der Kritik.
Der 46-jährige Ex-Infanterieoffizier und ehemalige Fox-News-Moderator hatte den Konflikt mit dem Iran intensiv befürwortet. Im Pentagon wird er nun als möglicher Sündenbock für das Wahlergebnis der Republikaner gesehen. Als Hauptursachen für den Verlust gelten steigende Energiepreise und die daraus resultierende Inflation.
Die Niederlage traf auch Trump persönlich: Sein Wunschkandidat Ken Paxton verlor in Texas, und Darline Graham unterlag in South Carolina. Insgesamt eroberten die Demokraten mindestens sieben zuvor republikanische Senatssitze. Ein Vertrauter des Weißen Hauses erklärte der New York Post, dass im West Wing die Kritik an Hegseth laut werde. Dennoch sei sein Ausscheiden nicht fest beschlossen.
Ein Insider betonte: „Jemand muss dafür geradestehen.“ Mit Blick auf Hegseths Amtsbezeichnung fügte er hinzu, dass dieser nun ins Fadenkreuz geraten könnte. Als möglicher Ausweg wird ein Wechsel in den Senat diskutiert, da der Sitz von Marsha Blackburn in Tennessee frei wird.
Hegseth selbst will jedoch bleiben. Pentagon-Sprecher Sean Parnell erklärte: „Wir werden die Agenda des Präsidenten im Kriegsministerium weiter vorantreiben, trotz der Drohungen der Demokraten mit fingierten Hexenjagden.“
Die neue demokratische Mehrheit im Repräsentantenhaus eröffnet jedoch konkrete politische Risiken. Robert Garcia, ranghöchster Demokrat im Kontrollausschuss, warnte in einem Satz: „Besorgt euch Anwälte.“ Im Senat könnte ein öffentliches Verfahren folgen.
Offiziell hält Trump zu seinem Kriegsminister und lobt dessen Arbeit. Eine Entlassung plane er nicht. Dennoch bleibt die Situation unsicher, da Trump bereits andere Minister öffentlich gelobt hatte, bevor er sie feuerte.
V.Staniszewski--GL